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Was ist der Unterschied zwischen Religion und dem Glauben an Jesus Christus?

Was ist der Unterschied zwischen Religion und
dem Glauben an Jesus Christus?

Was unterscheidet den Glauben an Jesus Christus von Religion? Was ist mit den anderen Religionen? Ist das Christentum nicht auch nur eine Religion von vielen?

Ich benutze hier im folgenden bewusst die Bezeichnung “Glaube an Jesus” und nicht das Wort “Christentum”, da es genauso auch eine “christliche Religion” gibt, die sich tatsaechlich in keinem Punkt von allen anderen Religionen unterscheidet.
Die Religionen dieser Welt haben alle eines gemeinsam: Sie haben das Grundproblem erkannt: Jeder Mensch macht Fehler und jeder Mensch muss für seine Taten einmal in irgendeiner Form geradestehen. Sei es dadurch, dass er in die sprichwörtliche Hölle kommt oder dadurch, dass er (wie zum Beispiel im Hinduismus) als Fliege, Frosch oder sonst einem Tier wiedergeboren wird, falls er ein schlechtes Leben geführt hat. Führt der Mensch ein gutes Leben gibt es auch in allen Religionen dieser Welt eine entsprechende Belohnung: Er kommt in den Himmel und wird statt als Frosch (um beim Beispiel des Hinduismus zu bleiben) als reicher Mensch, bzw. in einer höheren Kaste wiedergeboren, oder geht irgendwann ins ewige Nirvana ein (Buddhismus).

Obwohl das Grundproblem erkannt wurde, haben alle Religionen allerdings den gleichen (unzureichenden) Lösungsansatz: Um bei einem Fehler seine Vergehen wiedergutzumachen, gibt es bei allen Religionen bestimmte Mechanismen um den jeweiligen Gott oder die entsprechend höherliegende Macht gnädig zu stimmen: Man muss irgendetwas machen um seine Vergehen (die Bibel nennt das “Sünde”) auszulöschen bzw. wieder gutzumachen: Man muss böse Taten durch gute kompensieren, irgendwelche Gebete aufsagen, sich selbst irgendwelchen stressigen Torturen unterziehen oder sonst irgendwelche Anstrengungen unternehmen.
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In der Bibel wird dieses eigene Suehnen fuer schlechte Taten “Gerechtigkeit durch Werke” oder Werkgerechtigkeit” genannt. Dabei besteht aber ein Grundproblem: Eine Gewissheit, dass man nun gerade den Status “gerecht” erreicht hat und vor dem Gott oder der höheren Macht dann auch gut genug dasteht kann man niemals haben. Wer gerade schwer gesündigt hat und danach vom Auto überfahren wird bevor er seine Sünden durch Gebete oder sonstige Handlungen hat ausgleichen können, hat dann wohl Pech gehabt…

Die Bibel geht davon aus, dass kein Mensch dazu in der Lage ist, sich selber von den schlechten Taten (der Sünde) zu befreien. Ist auch vollkommen logisch. Niemand würde vor Gericht einen Mörder ernstnehmen der sagt: “Ich bin Arzt und hab viele Leben gerettet. Das gleicht doch vielfach wieder aus, dass ich meinen Nachbarn umgebracht habe.” Niemand würde glauben, dass das bei uns funktioniert. Aber in der Religion glaubt man genau das: Nämlich dass man schlechte Taten durch gute aufheben kann.
Aber das wäre nicht gerecht! Der Gott der Bibel ist jedoch ein gerechter Gott. Wer etwas falsch macht (also Sünde begeht) muss die Strafe dafür tragen. Um den Menschen dennoch die Möglichkeit zu geben trotzdem Zugang zu Gott zu bekommen, hat Jesus die Strafe für diese Sünden stellvertretend selbst getragen. Er ist – obwohl er selber nie etwas falsch gemacht hat – für die Dinge die wir Menschen falsch gemacht haben, getötet worden und war drei Tage lang an dem Ort der gemeinhin als Hölle bezeichnet wird (was es damit auf sich hat, wird hier an anderer Stelle noch erklärt). Und hierin besteht schliesslich auch der Unterschied zu anderen Religionen: Wer an Jesus glaubt muss nichts tun, um zu Gott zu kommen. Er muss nur annehmen, dass Jesus stellvertretend für ihn bestraft wurde. Dadurch haben wir vor Gott den Status, als hätten wir nie auch nur eine einzige Sünde begangen – wir sind vor ihm “gerecht”. Wir müssen uns nicht mit irgendwelchen auswendig gelernten Gebeten abkrampfen oder irgendwelche sakralen Handlungen vollziehen um zu Gott zu kommen, sondern wir können ihn direkt ansprechen und können uns auch sicher sein, dass wir zu den “Guten” gehören wenn wir sterben.
Deswegen ist der Glaube an Jesus auch keine Religion (das Wort relegio stammt aus der römischen Epoche und bedeutet soviel wie ‘Pflicht erfüllen’, was schon alles sagt).
Es gibt aber auch eine christliche Religion. Wenn jemand eine Sünde begangen hat und von seinem Pastor gesagt bekommt er möge zehn mal das Vaterunser beten, dann hat das nichts mit den Aussagen der Bibel zu tun. Das ist religiös und mag das Gewissen beruhigen (man hat ja etwas geleistet um Gott gnädig zu stimmen), aber nützen wird es letztendlich nicht. Genauso sinnlos ist es, sich nach der Karnevalszeit ein Aschenkreuz auf die Stirn malen zu lassen um die Sünden der vergangenen Tage zu tilgen. Auch Taufe, hohe Beträge in der Kollekte, regelmäßige Gottesdienstbesuche, Gebete oder Wallfahrten können Sünde nicht wieder gutmachen – es sind alles nur religiöse Handlungen, die unser Gewissen beschwichtigen, uns aber keinen Zentimeter näher zu Gott bringen.
Ob man jetzt zehn Vaterunser oder zehnmal irgendwelche Koranverse aufsagt, macht keinen Unterschied. Einzig der Glaube an Jesus Christus kann hier Abhilfe schaffen – und ist obendrein auch wesentlich stressfreier ;-).

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