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Montagsdemos auf Amerikanisch Der Aufstand der Enttäuschten

Montagsdemos auf Amerikanisch

Der Aufstand der Enttäuschten

 

Damir Fras, Raleigh, 07.07.2014

 

North Carolina – William Barber geht am Stock. Er leidet seit Jahrzehnten an einer rheumatischen Erkrankung. Das wird der Grund sein, warum er an diesem Morgen etwas verkrampft an einem Rednerpult steht. Doch seine Stimme ist fest. Mit dem Bariton des geübten Predigers heizt er die Menge an, die in der prallen Sonne vor dem Parlamentsgebäude von Raleigh in North Carolina demonstriert.

Die Extremisten hätten das Land übernommen, sagt der 50-jährige Kirchenmann aus dem Städtchen Goldsboro. „So ist es, Amen“, bestätigen dies ein paar Dutzend Anhänger wie aus einem Mund. „Die Gesetze dieser Extremisten sind allesamt wirtschaftlich unsinnig“, sagt Reverend Barber. Und wieder wird er bekräftigt: „So ist es, Amen!“ Barber, ein bulliger Mann im schwarzen Anzug des Südstaatenpfarrers, sagt: „Sie greifen uns an, wo sie nur können“ – weniger Steuern für die Reichen, mehr Steuern für die Armen. „So ist es, so ist es. Amen, Amen.“ Die Demonstration in North Carolinas Hauptstadt gerät zum Freiluftgottesdienst.

Im Geiste von Martin Luther King

Reverend Barber ist Gesicht und Stimme einer Protestbewegung, die seit einem Jahr in North Carolina gegen die Politik der Republikaner auf die Straße geht und schon zahlreiche Bundesstaaten im Süden der USA erfasst hat. „Moral Mondays“ werden die Demonstrationen genannt, die immer montags an die Moral der Bürger appellieren. Und nicht nur Reverend Barber selbst sieht sich in der Tradition der 60er Jahre – die meisten Menschen, die sich an diesem Morgen in Raleigh versammeln, hoffen, dass sie Teil von etwas Größerem sind, bestenfalls einer erfolgreichen Bürgerrechtsbewegung, wie sie Martin Luther King vor gut fünfzig Jahren in den USA angeführt hat. Wenn das so kommen sollte, dann wäre William Barber der Geburtshelfer. Der afroamerikanische Prediger ist seit April vergangenen Jahres quasi der Anführer der Moral-Monday-Bewegung.

Es war der letzte Montag im April 2013, als Barber eine Gruppe von Geistlichen und Aktivisten in das Parlamentsgebäude in Raleigh führte. Sie sangen „We shall over­come“, sie zitierten aus der Bibel, sie blockierten die Eingänge. Die Polizei kam, legte den Demonstranten Handfesseln an, führte sie ab, schrieb Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs. Mehr als 900 solcher Anzeigen waren es vergangenes Jahr.

Bis zu 80 000 Menschen auf der Straße …

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