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Bilderberger-Treffen: Gerüchte, Rechtsruck und NATO-Probleme
Bilderberger-Treffen: Gerüchte, Rechtsruck und echte NATO-Probleme
Webster G. Tarpley
Am zweiten Tag des Bilderberger-Treffens 2012 in der Nähe Washingtons herrschte Weltuntergangswetter. Sechs Stunden lang zogen zum Teil orkanartige Regenstürme über die ganze Gegend, es gab gar eine Tornadowarnung. Die öffentlichen Verkehrsmittel waren weitgehend lahmgelegt. An der weltweiten Börse ging es ebenso trostlos zu. Das war die Kulisse des gestrigen Bilderbergertreffens, passend zur Themenlage.

Bild: Hannah Skelton / TheIntelHub
Wir wissen, dass in klassischen Dramen die Autoren meist das Wetter thematisieren, um eine Szene zu beschreiben, in der eine menschliche Tätigkeit im Mittelpunkt des Stücks steht. Es genügt vielleicht, wenn wir uns an Shakespeares »König Lear« erinnern: Der König wird verrückt, er geht wegen eines Gewitters auf die Heide. Hier entsteht die fürchterliche Szene des Wahnsinns.
Diese Herrschaften von der Bilderberger-Gruppe wollen ja ein Welt-Gewitter heraufbeschwören, und vielleicht ist es deswegen auch so passend, dass die Elemente den Widerhall geben für dieses Vorhaben.
Dazu kommt auch ein Mini Börsenkrach, Minus 275 Punkte, ein Minus von 2,25 Prozent an der New Yorker Börse. Eine schöne Inszenierung für das Treffen der Mächtigen.
Auffallend ist in diesem Jahr, um wie viel mehr sich die Mainstream- Presse plötzlich den Bilderbergern widmet. Durch die langjährige Arbeit unabhängiger Journalisten scheint nun das Interesse der Öffentlichkeit erwacht, die Menschen möchten wissen, wer zu den Strippenziehern des Weltgeschehens gehört. Und so dürfte es nicht uninteressant sein zu erfahren, dass auch die deutschen öffentlich-rechtlichen Sender im amerikanischen Chantilly vertreten waren, um diesem angeblichen »Verschwörungstreffen« beizuwohnen. Doch was werden die Zuschauer am Ende an Informationen serviert bekommen?
Das Zweite Deutsche Fernsehen rückte mit einem Kamerateam an, ebenso das österreichische Fernsehen ORF, die London Times, das spanische Fernsehen, das russische Fernsehen RT, der Londoner Guardian, die Washington Times und zahlreiche Websites wie zum Beispiel der Drudge-Report, eine sehr populäre, rechtsgerichtete Website.
In diesem Zusammenhang entsteht nun ein interessantes Phänomen: Solange Bilderberg nur wenigen bekannt war, gab es einfach eine Nachrichtensperre, die Medien brauchten nichts zu berichten, es war alles tabuisiert, kein Wort, Schluss, Feierabend!
Jetzt aber ist Bilderberg einigermaßen bekannt geworden. Und deswegen entsteht natürlich auch, wie immer, sofort die Notwendigkeit der Desinformation. Gewisse Persönlichkeiten streuen deswegen fleißig
diese falschen Informationen, sie entstellen die Wahrheit, das, was
auf dem Treffen geschieht, ist etwas anderes, als es nach draußen nun von ganz bestimmten Leuten dargestellt wird. Das Publikum soll, wen wundert es, hinters Licht geführt werden.
Eins scheint klar zu sein: In diesem Jahr soll, was die künftige US-Regierung angeht, eine brutale Wendung nach rechts vorbereitet werden. Das ist eine ähnliche Situation, wie sie nach dem Scheitern des ehemaligen US-Präsidenten Carter eingetreten war. Nach Carters Versagen entstand ein reaktionärer Albdruck, mit dem strategischen Globalpolitiker Zbigniew Brzeziński und dem US-amerikanischen Politikwissenschaftler Samuel Huntington, es folgte die Antwort Ronald Reagan, und diese Antwort hat mehr als zwanzig Jahre gedauert.
Das ist ein Beispiel für das Handwerk der Bilderberger damals, erst die Wende nach links und danach eine massive Wendung nach rechts. Dieses Mal können wir die Zeichen vorher lesen. Ein erster Wink ist die Anwesenheit des Gouverneurs von Indiana, Mitch Daniels. Er ist der einzige Bewerber für die Vizepräsidentschaft, der, soweit wir wissen, auf dem Treffen erschienen ist. Ihm ist es gelungen, die Austeritätsmaßnahmen, also die strengen Sparbeschlüsse, durchzupeitschen, ohne eine große Gegenattacke auszulösen.
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G e o r g e O r w e l l
"The sin of nearly all left-wingers from 1933 onwards is that they have wanted to be anti-Fascist without being anti-totalitarian."
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Höchste Zeit für die Gründung einer Antitot-Bewegung!