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Gen-Lebend-Impfstoff: Betroffene Bevölkerung wird falsch über Freisetzung informiert
Newsletter des Umweltinstitut München e.V.
Freitag, den 27. April 2012
Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstitut München,
| Die Bewohner von Grabow (Mecklenburg-Vorpommern) sind sauer. Von der geplanten Freisetzung eines Gen-Lebend-Impfstoffs für Pferde auf dem Gestüt von Paul Schockemöhle in ihrem Ort hatten sie aus der Presse erfahren. Über das Ausmaß des beantragten Tierversuchs hatte das Umweltinstitut München informiert. Seitdem wächst der Protest in der Bevölkerung. Vorgestern, am 25. April, demonstrierten wieder zahlreiche Menschen in Grabow gegen die geplante Freisetzung. Nachmittags hatte der niederländische Pharma-Hersteller Intervet gemeinsam mit dem Gestüt Lewitz die Vertreter der Presse zu einem Hintergrundgespräch und erst danach die betroffenen Bürgerinnen und Bürger zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Am Ende der Veranstaltung blieben viele Fragen offen. Obwohl der extra aus der Schweiz angereiste Moderator versprochen hatte, alle Unklarheiten zu beseitigen, beendete er die Diskussion pünktlich um 20 Uhr. Die Zeit für Fragen war ohnehin knapp bemessen. Denn die Informationen der sich inhaltlich stark wiederholenden vier Referate nahm mehr als die Hälfte der Zeit ein. Darüber hinaus sollten die Anwesenden mit einem Video eines stark leidenden, kranken Fohlens emotional beeinflusst werden. (Sehen! Sie den NDR-Beitrag hierzu). Die Diskussion wurde schließlich mit der Aussage beendet, man möge doch den Wissenschaftlern vertrauen. Im Gegensatz zu den eingeladenen Experten wären die betroffenen Bürger ja auch gar nicht fähig, die Sachlage richtig zu beurteilen. Die Bewohner von Grabow könnten doch stolz darauf sein, dass der Versuch in ihrem Ort stattfinde. Die riskante Freisetzung sollte bereits am 1. April beginnen, doch eine Genehmigung ist noch nicht erfolgt. Zu Recht, warnt das Umweltinstitut München in der gestrigen Pressemeldung. Der Sachverhalt wurde von Antragsteller und Gestüt bewusst verharmlost, um die Bevölkerung in falscher Sicherheit zu wiegen. Das Umweltinstitut München fordert Bundesministerin Ilse Aigner auf, den Wahnsinn endlich zu beenden. Die Freisetzung eines nicht zugelassenen Gen-Lebend-Impfstoffs darf nicht erfolgen. Machen Sie mit und unterstützen Sie die Forderung mit Ihrer Protestmail! Amtlich: Kein Schutz im atomaren Ernstfall möglich In unserer Pressemitteilung “Atomausstieg in ganz Europa!” hatten wir auf eine unveröffentlichte Studie des Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) verwiesen, die aufzeigt, dass bei einem atomaren Unfall wie im AKW Fukushima die bislang in Deutschland vorgesehenen Katastrophenpläne und Hilfsmaßnahmen scheitern würden. Unerfreulich: Die Studie bestätigt, dass im Ernstfall die Bevölkerung nicht geschützt werden kann. Es zeigt sich vor allem, dass “für viele der betrachteten Unfallszenarien eine Ausweitung der Notfallschutz-Maßnahmen auf größere Gebiete als in der Planung vorgesehen nötig werden kann. Je nach Szenario müsste die Maßnahme “Aufenthalt in Gebäuden” auf eine Fläche von bis zu 2900 Quadratkilometer ausgeweitet werden, die Maßnahme “Einnahme von Jodtabletten für Kinder und Schwangere” auf eine Fläche von bis zu 12.100 Quadratkilometer. Und die Maßnahme “Evakuierung” müsste auf eine Fläche von bis zu 160 Quadratkilometer erweitert werden. Dies heißt, dass unter Umständen auch mehrere größere Städte gleichzeitig betroffen wären. Im Ernstfall also: Ohne Hilfe! BASF-Vorstand macht sich nach Misserfolg vom Acker Satte 1,3 Milliarden Euro hat Chemie-Riese BASF bisher in die Agro-Gentechnik investiert und so gut wie nichts daran verdient. Dies gestand Gen-Vorstand Stefan Marcinowski nun im ZEIT-Interview. Helfen Sie mit! Unsere Unterstützerinnen und Unterstützer garantieren, dass wir auch in Zukunft unabhängig und kritisch arbeiten können. Hier können Sie schnell und unkompliziert spenden oder Fördermitglied des Umweltinstitut München e.V. werden:
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G e o r g e O r w e l l
"The sin of nearly all left-wingers from 1933 onwards is that they have wanted to be anti-Fascist without being anti-totalitarian."
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Höchste Zeit für die Gründung einer Antitot-Bewegung!