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Der Maya-Kalender, das Jahr 2012 und die Ankunft der Götter

Der Maya-Kalender, das Jahr 2012 und die Ankunft der Götter

von Lars A. Fischinger [i]

Im Jahr 2012, so die aktuellen Diskussionen, endet angeblich der sehr genaue Kalenderzyklus des Maya-Kalenders aus Mittelamerika (Mexiko). Und dieses Datum und das Thema Kalender der Maya boomen seit einigen Jahren auf dem Buchmarkt und vor allem im Internet. Was hat es mit diesem Thema und vor allem diesem Jahr aber tatsächlich auf sich? Ist der von den Maya in ihrem Kalendersystem festgelegte Fixpunkt ein besonderes Datum, ein Wendepunkt der Menschheitsgeschichte? Stehen uns dann Bahnbrechende Ereignisse bevor?

Bestsellerautor Erich von Däniken, Schweiz, hat in seinem Buch ‘Der Tag, an dem die Götter kamen’ (1984) bereits umfassend über den sehr exakten Kalender der Maya geschrieben und das Thema so auch in der Grenzwissenschaft bekannt gemacht. Und die Maya hatten tatsächlich enormes Wissen. So etwa bestimmten sie die Länge eines Jahres mit 365,2421 Tagen und lagen damit bis auf vier Stellen hinter den Komma sensationell richtig. Auch die Bahndaten des Planeten Venus kannten die Maya-Astronomen ausgezeichnet, so dass sie in 6000 Jahren nur um einen Tag korrigiert werden mussten. Von Däniken zitiert den britischen Astronomen Professor Michael Rowan-Robinson dazu mit den Worten:

“Derartige Übereinstimmungen sind in der westlichen Astronomie erst in modernsten Zeiten erreicht worden”

Die Maya galten schon immer in den Reihen der Esoteriker als eine Art “romantische Zivilisation”. Friedfertigkeit und astronomische Hingabe wurden dem Volk der Maya bis heute nachgesagt. Auch wenn die neuste Forschung unlängst weiß, dass auch die Maya Menschen opferten und alles andere als eine Kultur der Friedfertigen war.

Am 11. August 3114 vor Christus beginnt angeblich der hoch-präzise Kalender der Maya. Eine Art “Startpunkt”, über den jedoch seit Jahrzehnten gestritten wird. Denn wann genau der Kalender beginnt, ist in Wahrheit nicht so genau gesichert. Professor Robert Henseling legte den Startpunkt vor genau 60 Jahren auf Anfang Juni 8498 vor Christus fest. Antoon Leon Vollemaere hingegen vermutete vor 30 Jahren das Nulldatum sei in Wahrheit der 16. September 3606 vor Christus.

Wann nun tatsächlich der Kalender der Maya beginnt ist folglich umstritten. Doch der Beginn des Kalenders ist heute auch nicht mehr so interessant. Auch wenn  Grenzwissenschaftler teilweise vermuten, dass an diesem unbekannten “Tag Null” der Maya etwas besonderes in Mittelamerika geschah: Nämlich die Ankunft der Götter aus dem All oder Atlantis bei den späteren Volk der Maya.

Die Welt wird untergehen! Die Götter der Maya kommen zurück auf die Erde. Außerirdische werden auf der Erde landen. Der bewohnte Planet “Nibiru” wird sich wieder der Erde nähren. Die Welt wir einen “Wandel” erleben. Oder es steht “der Aufstieg der Erde in die fünfte Dimension” bevor. Wobei man es beliebig ändern kann, welche Dimension einem gerade gefällt. Selbst die Rückkehr von Jesus Christus wird dann und wieder postuliert.

Solche und viele weitere Spekulationen kursieren in der Literatur und im Internet. Doch gerne wird das Ende aller Tage von selbsternannten Propheten vorhergesagt: “Der Untergang der Welt steht bevor”, warnen die selbsternannten Propheten des Untergangs. Dass das nicht stimmt, haben schon 1990 Professor Schele und Professor Freidel geschrieben. Also lange vor dem 2012-Boom. Und es ist ein Boom, denn allein die Suchmaschine Google liefert bei der Eingabe der Schlagwörter “2012 calendar” unglaubliche 2130000 Treffer.

Die Professoren Schele und Freidel berichten auch, dass sich in der berühmten Maya-Stadt Palenque eine Inschrift befindet, die bis auf den 15. Oktober 4772 nach Christus vorausblickt. Und zwar nach dem Ende eines weiteren Zyklus des Maya-Kalenders. Auch Nikolai Grube, Professor für Altamerikanistik von der Universität Bonn, verweist auf Maya-Daten nach dem Jahre 2012. So berichtet er von einem beschriebenen Knochen, der in einem Grab in der legendären Mayastadt Tikal gefunden wurde. Auf diesem Knochen fanden sich drei Jahresangeben: 17. Juni 1224 nach Christus, 22. April 5565 nach Christus und letztlich 24. Februar 9898 nach Christus.

Ein Untergang der Welt 2012 hat hier wohl kaum Platz. Im Jahr 2012 beginnt der Kalender-Zyklus lediglich wieder von neuen. Er endet nicht, wie es immer wieder von den Medien behauptet wird.

weiterlesen @:
http://www.mysteria3000.de/2009/der-maya-kalender-das-jahr-2012-und-die-ankunft-der-gotter/

Lars A. Fischinger

Der “Kultexperte Lars A. Fischinger”  befasst sich seit 20 Jahren mit den “Rätseln der Welt”. Der Autor publizierte hierzu seit 1996 zahlreiche Bücher und auch Artikel in einschlägigen Fachzeitschriften und Magazinen und hält entsprechende Vorträge. Sein letztes in Mexiko geschriebenes Buch wurde 2007 von Papst Benedikt XVI. persönlich bei einem Treffen mit dem Autor als “ausgesprochen interessantes Werk” gelobt.

Fischingers Bücher sind in mehreren Fremdsprachen übersetzt.

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♂, Zagreb, Croatia, 1955

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