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Dschihad per Fernsteuerung (Vereitelter Anschlag)

Weil sie ihn mit Waffen und Sprengstoff versorgten, glaubte Rezwan F., er habe es mit Qaida-Aktivisten zu tun. In Wahrheit ging er dem amerikanischen FBI auf den Leim, das damit Anschläge auf Washington verhinderte. Es war eine Undercover-Aktion, wie sie Terroristen mittlerweile fürchten.

Washington – Von einem kleinen Flugzeug berichtete Rezwan F. stolz seinem Gegenüber. Es handele sich um eine Art Drohne. “Ein Modellflugzeug, das genug Ladung tragen kann und beim Einschlag detoniert.”

Das war der furchtbare Plan des mutmaßlichen Terroristen F.: Sprengstoff in ferngesteuerte Mini-Flugzeuge packen, um damit das Pentagon und das US-Kapitol in Washington zu attackieren . Direkt im Anschluss wollte er mit zwei Drei-Mann-Teams und Kalaschnikow-Sturmgewehren in der US-Hauptstadt auf Menschenjagd gehen.

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Gefahr durch “home grown terrorism

Es ist keineswegs das erste Mal, dass US-Behörden einem Terrorplot per Undercover-Einsatz auf die Schliche kommen. So flog im vergangenen November der damals 19-jährige Mohamed Osman Mohamud auf , bevor er in Portland im US-Bundesstaat Oregon eine Bombe zünden konnte. Sein vermeintlicher Mitverschwörer war FBI-Undercoveragent. Einsätze dieser Art haben in den vergangenen Jahren zugenommen.

Den Top-Terroristen in Übersee ist das nicht entgangen. Al-Qaida im Jemen warnte 2010 sogar davor, terroristische Zellen zu formen – eben aus Angst vor FBI-Undercover-Agenten. Auch in Qaida-Veröffentlichungen wird vor den Geheimpolizisten gewarnt: “Es kann sein, dass sie dich auf diese Weise zu belasten versuchen”, heißt es etwa an einer Stelle.

Fakt ist: US-Behörden sind nicht zimperlich, wenn es darum geht, einen potentiellen Attentäter zu überführen. In Deutschland ist es nahezu undenkbar, dass sich Ermittler derart in terroristische Planungen verstricken. Es besteht die Sorge, dass ein Gericht anschließend zu dem Schluss kommt, ohne die Beteiligung des V-Mannes wäre vielleicht gar nichts geschehen.

Das FBI teilt diese Bedenken offenbar nicht. Und die Erfolge vor Gericht geben der Bundespolizei Recht.

Doch ist die Enttarnung des 26-jährigen Drohnen-Terroristen aus dem amerikanischen Ostküstenstaat Massachusetts keineswegs ein Grund zur Entwarnung. Denn der Fall zeigt: Auch in den USA wächst die Gefahr durch sogenannte “home grown terrorists”, Terroristen mit US-Staatsbürgerschaft.

Vor wenigen Jahren noch hielten US-Analysten dieses Phänomen vor allem für ein europäisches Problem. Das hat sich geändert.

Von Sebastian Fischer, Washington; Mitarbeit: Yassin Musharbash >>alles lesen @ http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,789184,00.htm

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♂, Zagreb, Croatia, 1955

Veröffentlicht unter: N.W.O

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